
Die Worte „Entschlackung“ und „Entgiftung“ sind Vokabeln, die wir aus der Naturheilkunde kennen. Ursprünglich basieren sie auf dem Konzept der Humoralpathologie, in deren Sinne ein Zuviel an Körpersäften (Blut, Galle, Urin etc.) die Ursache unterschiedlicher Erkrankungen sei. In der Logik der Humoralpathologie musste man das Zuviel entsprechend ausleiten um das gewünschte Gleichgewicht der Körpersäfte wieder herzustellen. Ungeachtet des inzwischen als antiquiert geltenden Konzeptes lassen sich die Heilerfolge nicht verleugnen, sie werden unter dem Begriff Erfahrungsheilkunde zusammengefasst. Es gibt nicht eine klinische Doppelblindprüfung die belegt, dass der Mensch ohne Nahrung verhungert. Dennoch gibt es niemanden, der diese Tatsache bestreitet.
Bei der Entgiftung im naturheilkundlichen Sinne geht es auch nicht darum, bestimmte, nachweisbare Gifte auszuleiten, sondern den Stoff-„wechsel“ zu normalisieren. Im Vorfeld einer chronischen Erkrankung sind die Symptome unspezifisch und werden z. B. als Müdigkeit, geringe Belastbarkeit oder Schlaflosigkeit wahrgenommen. Eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und geringe Belastbarkeit sind Zeichen einer reduzierten Reaktionsfähigkeit des Körpers. Hier hilft eine so genannte Entgiftungs- bzw. Entschlackungskur, deren Sinn darin besteht, bereits im Vorfeld der erkennbaren spezifischen Symptome einzugreifen und die Vitalität wieder herzustellen.