Ich reagiere allergisch auf mein Haustier!

Eine Allergie gegen Tierhaare führt meist zu Beschwerden im Nasen-Rachen-Bereich. Symptome sind häufig ein allergischer Schnupfen mit Niesen und geröteten Augen, sowie stark juckende Hautausschläge, oft mit Quaddelbildung. Die Nasenschleimhaut schwillt an, wodurch die Nase sich verstopft anfühlt und läuft. Es kommt oftmals zu regelrechten Niesattacken und teilweise wird auch ein Brennen in der Nase beschrieben. Die Augen sind häufig gerötet und jucken ebenfalls. Wird die Allergie ignoriert, besteht die Gefahr, dass sich  allergisches Asthma entwickeln kann.

Nicht die Tierhaare selbst lösen die allergischen Symptome aus. Deshalb ist auch die Bezeichnung Tierhaarallergie nicht präzise. Die Allergene stammen hauptsächlich aus dem Speichel der Tiere, von wo sie durch Lecken und Putzen auf das Fell übertragen werden.

Besonders häufig ist die Katzenhaarallergie, eher selten besteht eine Hundehaarallergie. Produziert wird das Hauptallergen der Katze, auf das mehr als 90% aller Katzenallergiker reagieren, in den Speicheldrüsen der Katze. Dieses Allergen, Fel d1, ist ein kleines, leichtes Protein, und bleibt deswegen sehr lange schwebfähig. Es lässt sich nicht nur in Haushalten mit Katzen, sondern in geringer Menge fast überall, z.B. auch an öffentlichen Orten, wie Schulen oder in Bussen nachweisen.

Das vom Hund gebildete Allergen Can f1 ist größer und schwerer, und deshalb nicht so allgegenwärtig. Besonders günstig ist, dass die verschiedenen Hunderassen sehr unterschiedliche Mengen dieses Allergens ausscheiden, und manche Rassen scheinen es gar nicht zu bilden.

Die Sofortmaßnahmen für den akuten Anfall sind abschwellende Nasentropfen und sogenannte Antihistaminika, Medikamente, die die Histamin-Rezeptoren blockieren und so die allergische Reaktion abschwächen oder stoppen. Daneben kann man eine Desensibilisierung nach sorgfältiger Testung der Allergene, die die Beschwerden auslösen, beim Arzt durchführen lassen. Es geht aber auch sanfter!

Katzen sind eigenwillig und suchen sich ihre Menschen eigenständig aus.
Auf verschiedene Katzen ist die allergische Reaktion nicht unbedingt immer gleich stark, da sich abhängig von Alter, Rasse und Geschlecht der Katze unterschiedliche Mengen des Allergens im Speichel befinden, Kater bilden größere Mengen als weibliche Katzen.
Tamy, eine junge, ganz helle  Golden Retriever-Dame.
Im Allgemeinen reagieren Hundeallergiker auf langhaarige Rassen nicht so stark wie auf kurzhaarige Hunderassen.
Bei einigen Rassen, zum Beispiel Boxern, werden Allergien besonders häufig beschrieben, bei anderen, wie zum Beispiel dem Portugiesischen Wasserhund, konnten bisher noch keine allergischen Reaktionen nachgewiesen werden.
Dr. rer. nat. Gudrun Schwarzer, Heilpraktikerin
Sielhöfe 34, 21423 Winsen (Luhe)
Tel.: 0174 – 898 88 33
mail~AT~heilpraktikerin-schwarzer.de